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Die Wissenschaft der Geschwisterdynamik im Erwachsenenalter: Warum die alten Rollen nie verschwanden
Die wenigsten Familien stimmen ab, wer der Liebling ist, wer das Problemkind und wer die Verlässliche — die Rollen verhärten sich einfach, meist bevor irgendjemand darin mitreden konnte. Jahrzehnte an Forschung zu elterlicher Behandlung und Geschwisterbeziehungen im Erwachsenenalter zeigen, was das hinterlässt: messbare Unterschiede darin, wie Eltern ihre Kinder behandeln, erwachsene Geschwister, die diesen Unterschied bis ins Detail beschreiben können, und eine innere Erzählung — 'weniger geliebt', 'das Problem', 'die Kümmerin' —, die weiterläuft, ob noch jemand daran glaubt oder nicht. Hier steht, was die Daten darüber sagen, wer in welche Rolle gedrängt wird, warum sich diese Rolle nicht einfach auflöst, nur weil man sich verändert hat, und warum mehr als jeder Vierte irgendwann von einem Geschwisterteil entfremdet ist — meist aus Gründen, die größer sind als beide Geschwister zusammen.