„Ein zweites Kind bedeutet, dass mein erstes Kind weniger Liebe bekommt.” Das ist Divisionsrechnung, angewandt auf etwas, das sich nicht teilt. Bowlbys Bindungsforschung zeigt: Die elterliche Fähigkeit zur Bindung ist kein festes Reservoir — sie skaliert. Die Liebe zum ersten Kind schrumpft nicht, wenn ein zweites ankommt. Das Skript irrt sich bei der Arithmetik.
Der Liebesrechenirrtum
- Ich werde das zweite Baby nicht genauso sehr lieben
- Meine Liebe wird sich teilen und beide Kinder bekommen weniger
- Ich kann mich nicht auf dieselbe Weise mit dem zweiten Kind binden wie mit dem ersten
- Das zweite Baby wird spüren, dass es die 'geringere' Priorität war
- Ich starrte auf das zweite Ultraschallfoto und fühlte nichts von dem, was ich beim ersten fühlte
- Ich rationiere schon die Gutenachtgeschichten zwischen ihnen, bevor das zweite überhaupt geboren ist
- Ich ertappe mich dabei, zu zählen, wen ich heute länger umarmt habe