FORSCHUNGSAKTE
Anthony Feinstein
University of Toronto / Sunnybrook Health Sciences Centre
Bekannt für:Die Feststellung der PTBS- und Depressionsprävalenz bei Kriegskorrespondenten und die Einführung moralischer Verletzung als eigenständiges Konstrukt bei Journalisten, die über Krisen berichten
DIE ÜBUNG ANSEHEN
Mach aus einem Gedanken, den diese Forschung erklärt, einen klaren Schritt.
DER GEDANKE
“Warum in eine Karriere investieren, die verschwindet”
DEINE AUFGENOMMENE ANTWORT
“Die Schrumpfung der Branche ist real. Meine Fähigkeit in dieser Arbeit ist es auch — und übertragbar.”
EIN PRIVATER SCHRITT
Schreib eine Recherche oder Geschichte komplett fertig, ohne über ihre Veröffentlichungschancen nachzudenken. Beobachte dabei, ob deine Schreibfähigkeit sich von den Branchenmeldungen unterscheidet.
Zentrale Befunde
- 2002
In der ersten großen kontrollierten Studie über Kriegskorrespondenten hatten 28,6 % irgendwann in ihrem Leben eine PTBS und 21,4 % eine schwere Depression — Raten vergleichbar mit Kampfveteranen und deutlich höher als bei Journalisten, die nie über Krieg berichtet hatten. A Hazardous Profession: War, Journalists, and Psychopathology ↗
- 2014
Journalisten, die die Redaktion nie verließen, aber wiederholt von Nutzern erstelltes Video- und Bildmaterial extremer Gewalt sichteten, entwickelten eine mit Kriegskorrespondenten vergleichbare Psychopathologie — wobei die Häufigkeit der Exposition, nicht ihre Dauer, der stärkste Prädiktor war. Witnessing Images of Extreme Violence: A Psychological Study of Journalists in the Newsroom ↗
- 2018
Journalisten, die über die europäische Flüchtlingskrise berichteten, zeigten wenig klassische PTBS, aber viel moralische Verletzung — Schuld, Scham und ein zerstörtes Gefühl der eigenen Werte —, besonders jene mit wenig organisatorischer Unterstützung oder Kontrolle über ihre Aufträge. Journalists Covering the Refugee and Migration Crisis Are Affected by Moral Injury Not PTSD ↗